Weniger Förderung von Solaranlagen

Rund ein Zehntel der deutschen Haushalte werden durch Solarenergie versorgt und diese Zahl steigt stetig weiter an. Allerdings hat die Bundesregierung jetzt beschlossen, die Förderung von Solaranlagen weiterhin stark einzuschränken. Ob das richtig oder falsch ist, wird die Zukunft zeigen.

Solaranlagen Flickr (C) OregonDOT cc Lizenz

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Die Bundesregierung ist der Meinung, dass die Solarbranche keine Förderung mehr nötig hat, da sie mittlerweile auf eigenen Beinen stehen würde. Durch neue und weiterentwickelte Produkte, sowie durch Rationalisierungsmaßnahmen seien die Ausgaben für fertige Stromanlagen halbiert worden. Die mittlerweile günstigeren Produkte seien der ausschlaggebende Punkt für den raschen Anstieg der Anzahl an Solaranlagen in vielen Haushalten. Hiermit sei die wiederholte Senkung der Solarförderung ausgeglichen worden, so die Argumentation.

Solarindustrie stark verunsichert
Dagegen wirft die Photovoltaikindustrie der Bundesregierung vor, dass die mangelnde Unterstützung der Solarbranche den Wettbewerb verzerren würde. Ein weiterer Wachstum der Branche gegenüber den großen Stormkonzernen sei so nicht gewährleistet, was vor dem Hintergrund der Energiewende nicht gerade sinnvoll ist. „Die Gegner wollen die Solarenergie aufhalten, bevor es zu spät ist“, sagte Solarworld-Chef Frank Asbeck der Sübddeutschen Zeitung. Die Förderung wird voraussichtlich auf bis zu 50% gekürzt werden, was einen starken Einschnitt in den Industriezweig bedeutet. Soweit können die Solarkonzerne die Kosten nicht senken. Tausende Jobs stehen somit auf dem Spiel.

Zusätzlich warnt die Branche vor einem Monopol Chinas auf die Energiequellen, die durch Dumpingpreise die hiesige Solarwirtschaft empfindlich treffen würden. Ein möglicher Ausweg wäre laut Solarworld-Chef Asbeck ein fairer Handel mit Anti-Dumpingzöllen für Anlagen aus China. Es bleibt abzuwarten, ob die Bundesregierung dies unterstützen wird.

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