Bio-Milch aus Dechow

Noch brandneu ist die Gläserne Molkerei in Dechow. Hier werden zukünftig Bio-Milchprodukte für rund 4,5 Millionen Verbraucher produziert. Zur Eröffnung kamen 150 geladene Gäste sowie Landwirtschaftsminister Till Backhaus von der SPD. Auch Schulklassen können von nun Ausflüge hierher planen, um den Produzenten über die Schulter schauen zu können.

Quelle: Milch Flickr (C) twicepix cc Lizenz

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Dank der Gläsernen Molkerei ist Dechow das erste und einzige Dorf in Mecklenburg-Vorpommern, dessen Bewohner sich theoretisch ausschließlich mit Biowaren ernähren könnten. Die hier produzierte Ware soll jedoch bis nach Hamburg, Lübeck, Kiel und Schwerin geliefert werden. Dazu ist Dechow ein perfekt geeigneter Standort. Insgesamt werden in Mecklenburg-Vorpommern ungefähr 121.000 Hektar Land ökologisch bewirtschaftet. Das sind immerhin 9,1 Prozent der Gesamtfläche des Bundeslandes. Würde die Zehn-Prozent-Marke geknackt, wäre Mecklenburg-Vorpommern sogar Deutschlands Spitzenreiter in der Ökologischen Landwirtschaft. Der Minister appelliert daher an weitere Landwirte, auch auf Bio umzusteigen. Die Nachfrage ist auf jeden Fall da, und die neue Gläserne Molkerei kann noch weitere Lieferanten aufnehmen.

Über einen Zuwachs an Lieferanten würde sich vor allem auch Dechows Bürgermeister Jürgen Haupt freuen. Der wartet nämlich voller Vorfreude auf die Gewerbesteuer, die durch die Gläserne Molkerei eingenommen werden wird. Darüber hinaus ist er stolz auf sein „Bio-Dorf“, das nun auch wettbewerbstauglich ist. Bislang war die frühere Stallanlage ein Hindernis für den besseren Wettbewerb, doch mit der Gläsernen Molkerei gewinnt Dechow dazu. Anfang Mai befindet eine Kommission sogar, inwiefern der Ort optisch von der neuen Molkerei profitiert. Eine positive Entscheidung erhoffen sich die Beteiligten sehr. Immerhin wurden in den Bau 16 Millionen Euro investiert. Doch auf jeden Fall hat Dechow bereits einen großen Beitrag geleistet: Die Gläserne Molkerei ist erst die zweite Bio-Molkerei in Deutschland.

Biolebensmittel in der Diskussion

Am 2. Mai findet im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2012 „Zukunftsprojekt Erde“ in Braunschweig eine Diskussion mit Experten aus Landwirtschaft und Wissenschaft zum Thema Biolebensmittel und regionale Wirtschaftskreisläufe statt. Ansatzpunkt der Diskussion sind Bioprodukte als erschwingliche Massenware.

Quelle: © Ilja C. Hendel für Wissenschaft im Dialog

Immerhin bietet mittlerweile fast jeder Supermarkt ein Biosortiment an. Doch inwiefern kann man sich als Verbraucher auf die Bio-Qualität verlassen? Welches Label steht tatsächlich für 100 Prozent Natur? Weiterlesen »

Krombacher setzt auf Klima

Auch dieses Jahr wird wieder der Siegerländer AOK-Firmenlauf stattfinden. Im Juli gehen dann geschätzte 7000 Läufer von mehr als 650 Firmen an den Start. Wie immer, wird das Event von der Brauerei Krombacher unterstützt. Doch dieses Jahr wird ein kleines, aber wichtiges Detail anders sein: Es wird das erste klimaneutrale Laufevent in Deutschland. Erreicht wird dies durch Maßnahmen, die eine zu starke CO2-Emission vermeiden, einsparen und kompensieren helfen.

Krombacher Flickr (C) Markusram cc Lizenz

Krombacher Flickr (C) Markusram cc Lizenz

Der erste Schritt, das Event klimaneutral zu halten, lag darin, alle CO2-Emissionen, die durch An- und Abreise, Organisation, Bewirtschaftung und Logistik des eigentlichen Tages entstehen, zu evaluieren. Anschließend bewertete man diese Ergebnisse hinsichtlich möglicher Einsparpotentiale. In diesem Prozess standen den Veranstaltern das Umweltamt der Stadt Siegen, die Energie-Agentur NRW, die Effizienz-Agentur NRW sowie der Energie-Verein Siegen-Wittgenstein tatkräftig zur Seite. Dies hat Aufmerksamkeit in höchsten politischen Rängen verursacht, und so wird es sich dieses Jahr auch nicht NRW-Umweltminister Johannes Remmel nehmen lassen, bereits am 20. April Siegen zu besuchen, um eine Rede bezüglich „Energie- und Ressourceneffizienz – Chancen für Wirtschaft und Umwelt“ zu halten. Weiterlesen »

Bio-Boom in Dresden

Bio ist in, Bio ist trendy und Bio ist cool. Das ist zumindest der allgemeine Tenor, der sich nach und nach in Deutschland breit macht. Im Rahmen dieser grünen Bewegung, eröffnet im April in Dresden die erste Bio-Mensa für Studenten.

Bio-Landschaft Flickr (C) twicepix cc Lizenz

Bio-Landschaft Flickr (C) twicepix cc Lizenz

Spitzenreiter in Sachen Bio ist eindeutig der Freistaat Sachsen. Immer mehr Bio-Läden und große Ladenketten wie Bio Company eröffnen ihre Pforten in Sachsen. In Leipzig und Dresden gehören große Biosupermärkte bereits zum Stadtbild, und auch in Chemnitz und kleineren Orten schlägt Bio mehr und mehr zu. Weiterlesen »

Vodafone setzt auf Nachhaltigkeit

Im April erreicht der Bau des neuen Vodafone Campus im Düsseldorfer Stadtteil Heerdt eine neue Bauphase. Während das imposante Gebäude zügig errichtet wird, lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen. Denn Vodafone, eines von Deutschlands größten Mobilfunkunternehmen, setzt auf Green Business.

Blatt Flickr (C) "KIUKO" cc Lizenz

Blatt Flickr (C) "KIUKO" cc Lizenz

Der gesamte Bauplan scheint im Zeichen des ökologischen Wirtschaftens zu stehen. Umwelt und Effizienz sind die Schlagwörter der Baustelle für eines der modernsten Bürogebäude-Komplexe Deutschlands. So wird künftig die Energieversorgung der neuen Deutschlandzentrale des Unternehmens zu großen Teilen über das Fernwärmenetz der Stadt Düsseldorf laufen. Weiterlesen »

Weniger Förderung von Solaranlagen

Rund ein Zehntel der deutschen Haushalte werden durch Solarenergie versorgt und diese Zahl steigt stetig weiter an. Allerdings hat die Bundesregierung jetzt beschlossen, die Förderung von Solaranlagen weiterhin stark einzuschränken. Ob das richtig oder falsch ist, wird die Zukunft zeigen.

Solaranlagen Flickr (C) OregonDOT cc Lizenz

Solaranlagen Flickr (C) OregonDOT cc Lizenz

Die Bundesregierung ist der Meinung, dass die Solarbranche keine Förderung mehr nötig hat, da sie mittlerweile auf eigenen Beinen stehen würde. Durch neue und weiterentwickelte Produkte, sowie durch Rationalisierungsmaßnahmen seien die Ausgaben für fertige Stromanlagen halbiert worden. Weiterlesen »

Stromfresser Straßenbeleuchtung

Viele Deutsche wundern sich, dass in den meisten Gegenden Deutschlands der Sternehimmel nicht klar zu erkennen ist. Das liegt jedoch nicht an den Sternen, sondern an Deutschlands Massen von Straßenlaternen, Plakatleuchten und anderen Lichtquellen. Diese Art der Beleuchtung macht es nicht nur unmöglich, einen klaren Sternenhimmel zu sehen, sondern verschwendet aufgrund veralteter Technik auch Unmengen an Energie.

Straßenbeleuchtung in Berlin flickr (c) Nuon Deutschland cc Lizenz

Straßenbeleuchtung in Berlin flickr (c) Nuon Deutschland cc Lizenz

In Deutschland gibt es insgesamt etwa zehn Millionen Straßenlaternen. Würde man jedoch die Beleuchtung ökologischer angehen, könnten im Jahr 10 Millionen Tonnen Kohlendioxid gespart werden. Weiterlesen »

Im Namen der Umwelt: Niko Paech räumt mit uns auf

Wie sähe die Welt wohl ohne Flat-Rates aus und mit nicht ganz so vielen TV-Kanälen? Eine Welt, in der wieder mehr Zeit für andere Dinge existiert? Die meisten begrüßen diese Idee, doch gleichzeitig macht es Spaß, sich nach einer anstrengenden Woche mit einer neuen Lederhandtasche, dem iPhone oder LED-Fernseher zu belohnen. So ist der Balanceakt zwischen Konsumdrang und mangelnder Zeit eine der schwierigsten Herausforderungen in der Moderne. Und obendrein werden Rohstoffe verschwendet und die Umwelt zugrunde gerichtet.

Prof. Dr. Niko Paech auf der Nachhaltigkeitswoche 2011 zum Thema "Postwachstumsökonomie" flickr (c) Hochschulpiraten cc Lizenz

Prof. Dr. Niko Paech auf der Nachhaltigkeitswoche 2011 zum Thema "Postwachstumsökonomie" flickr (c) Hochschulpiraten cc Lizenz

Diese Tendenz zur absoluten Maßlosigkeit verwendet Nachhaltigkeitsforscher Nico Paech als Ausgangspunkt für sein Buch „Befreiung vom Überfluss. Auf dem Weg in die Postwachstumsökologie“, das am 3. April im oekom Verlag erscheinen wird. Kernpunkt ist einerseits die Entlarvung „grünen“ Wachstums als Mythos und daneben die Erinnerung, dass nachhaltige Entwicklung mit Genügsamkeit beginnt. Weiterlesen »

„Green Business“ in Deutschland

Der Frühling ist zum Greifen nahe, und um uns herum wird es wieder grüner. Das trifft allerdings nicht nur auf die Natur zu, sondern auch auf deutsche Unternehmen. Das Ergebnis der Studie „Green Business – IT als Innovationstreiber für Nachhaltigkeit“ besagt, dass gut drei Viertel aller bundesdeutschen Unternehmen Green Business eine wichtige Bedeutung zuschreiben, wenn es um den Erhalt von Erfolg und Wettbewerbsfähigkeit geht.

„Green Business flickr (c) whologwhy cc Lizenz

Green Business flickr (c) whologwhy cc Lizenz

Green Business bedeutet, alle Geschäfte im Sinne der Umwelt zu führen. Mit anderen Worten: Es umfasst ein ganzheitliches, ökologisches Wirtschaften eines Unternehmens mit der Absicht, schädigende Auswirkungen auf die Umwelt zu vermindern bzw. zu vermeiden und gleichzeitig den Verbrauch von Energie und Ressourcen möglichst niedrig zu halten. Die Umfrage, die vom Green-IT-Büro von Bitkom und Bearing Point ausgeführt wurde, zeigt, dass ökologisches Wirtschaften schon lange kein Nischenthema mehr ist. Weiterlesen »

Haushaltskasse im Blick behalten

Bei den derzeit stetig steigenden Lebenshaltungskosten ist es für viele Haushalte einfach unabdingbar, die Kosten von Zeit zu Zeit sozusagen mit dem spitzen Bleistift zu prüfen. Das ist vernünftig und die einzige Chance, die Haushaltskasse im Blick zu behalten. Es sei denn, man lässt das Licht zukünftig aus und zieht diverse Stecker.

Strommasten flickr (c) energiedebatte.ch cc Lizenz

Strommasten flickr (c) energiedebatte.ch cc Lizenz

Aber da das natürlich nicht geht, muss man sich immer wieder nach einem günstigen Anbieter von Strom und Gas umsehen. Seit der Liberalisierung des Energiemarktes haben die Verbraucher ja endlich die Freiheiten, sich selbst entscheiden zu können, von wem sie Strom und Gas beziehen. Und gerade dabei sollten viele neben dem günstigeren Verbrauch eben auch an die Umwelt denken und sich regenerative Energien wie Wind- oder Solarenergie entscheiden. Weiterlesen »